Interview mit Bayrol

BayrolNach eigenen Angaben ist die Firma BAYROL mit Sitz in Bayern Europas größter Spezialist für hochwertige Hygiene und Pflege rund um den Pool.
Doch was zeichnet die Pool-Pflegeprodukte aus dem Hause Bayrol aus? Wo liegen die Stärken und Vorteile bei Bayrol-Produkten?Und wie kam es zu dem Firmennamen?
Lesen Sie das Interview mit Hr. Jürgen Koenig von der Firma Bayrol in unserem Pool-Blog

Olaf Schwanke: Herzlich Willkommen Hr. Koenig. Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben und uns Ihr Unternehmen vorzustellen. Vorab gleich eine Frage: Was steckt hinter dem Firmennamen BAYROL?

Jürgen Koenig: Der Name BAYROL ist eine Kombination aus den Worten Bayern und Pohl – Herr Pohl war der Firmengründer und hat das Unternehmen 1927 ins Handelsregister München eintragen lassen. Eine Ähnlichkeit mit dem Namen BAYER ist rein zufällig.

Olaf Schwanke: Wieviele Menschen arbeiten bei Bayrol?

Jürgen Koenig: Wir beschäftigen in der BAYROL Gruppe ca. 90 Personen, davon 40 am Hauptsitz in München, 30 in unserer Niederlassung in Frankreich, und jeweils 10 in den Niederlassungen in Spanien und Großbritannien.

Olaf Schwanke: Was macht das Unternehmen Bayrol aus? Worin unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern?Bayrol - Labor

Jürgen Koenig: BAYROL hat sich von Anfang an sowohl auf die Produktqualität als auch auf die kontinuierliche Entwicklung von neuen Produkten, sowie die Verbesserung von bestehenden Produkten konzentriert. Ziel war und ist es nach wie vor, dem Endkunden die Poolpflege so einfach wie möglich zu machen. Als eines der wenigen Unternehmen in unserer Branche unterhält BAYROL nach wie vor eigene Labors in München und Atlanta/USA (Sitz unserer Muttergesellschaft), und wir beschäftigen über 50 Personen im Bereich Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung. In diesen Labors entstanden Produkte wie Soft & Easy, Multibloc, Complete und VariTab®, allesamt Produkte, die es dem Poolbesitzer ermöglichen, die Wasserpflege mit nur wenig Aufwand und in kürzester Zeit durchzuführen.

Bayrol GesamtsortimentOlaf Schwanke: Was sind die erfolgreichsten Produkte aus Ihrem Sortiment?

Jürgen Koenig: Dies ist von Markt zu Markt recht unterschiedlich: so sind z. Bsp. Bromtabletten in Frankreich einer der Bestseller, während dieses Produkt in Deutschland nicht allzu gängig ist. Über alle Märkte hinweg gehören aber sicherlich Chlorilong® Chlorlangzeittabletten, SuperflockPlus Flockmittelkartuschen sowie BayroSoft®, das flüssige Mittel zur chlorfreien Wasserpflege zu den erfolgreichsten Produkten

Olaf Schwanke: Als Hersteller von Wasserpflege-Produkten fällt Ihnen im Umgang mit Chemikalien eine besondere Verantwortung zu. Wie entwickelt man Produkte zur Poolpflege und worauf achten Sie als Hersteller besonders?

Jürgen Koenig: Impulse für Produktneuentwicklungen kommen meist aus unseren Forschungslabors, wo das größte Wissen über Chemikalien im Allgemeinen, sowie über deren Wirksamkeit und Kombinationsmöglichkeiten für unseren speziellen Anwendungsfall vorhanden ist. Bei Gesprächen mit unseren Kunden ergeben sich aber auch oft Ideen z. Bsp. für eine Produktverbesserung, sei es die Verpackung betreffend, oder die Dosierung. Wenn sich solch eine Idee sinnvoll und wirtschaftlich umsetzen lässt machen wir dies auch.
Neuprodukte werden lange vor der Markteinführung ausgiebig getestet um sicherzustellen, dass das Produkt auch genau so wirkt wie es soll, aber vor allem dass es zu keiner Zeit zu einem Schaden für den Poolbesitzer kommen kann. Dazu unterhalten wir in den Labors in München und Atlanta eigene Testbecken. Zusätzlich werden Neuprodukte auch Tests unter „Echtbedingungen“ unterzogen, dazu haben wir Zugriff auf eine große Anzahl an Pools unserer Endkunden, die bereit sind, in unserem Auftrag diese Tests durchzuführen. Diese Tests werden von unserem Laborpersonal betreut und regelmäßige Überprüfungen durchgeführt, damit die Sicherheit gewährleistet ist.
Unser Labor ist auch für die korrekte und gesetzeskonforme Kennzeichnung unserer Produkte zuständig, und durch regelmäßige Fortbildung halten wir uns über die aktuellen Vorgaben auf dem Laufenden.

Olaf Schwanke: Eine Frage, die wir immer wieder von unseren Kunden gestellt bekommen, ist die nach der Wirksamkeit von chlorfreien Mitteln. Können Sie uns aufklären?

Jürgen Koenig: Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn es gibt heutzutage recht viele Pflegeprodukte, die als „chlorfrei“ angeboten werden. Was allerdings die chlorfreie Pflegemethode von BAYROL auf Basis von Aktivsauerstoff betrifft, können wir anhand von unabhängigen Labortests nachweisen, dass die Wirksamkeit gegeben ist, d. h. dass das Wasser ausreichend desinfiziert wird, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Allerdings sollten für diese „sanfte“ Methode gewisse Voraussetzungen gegeben sein, wie z. Bsp. gute Durchströmung des gesamten Beckens, regelmäßige und ausreichende Rückspülung des Filters, und vor allem die regelmäßige Dosierung der Pflegeprodukte. Ein Aussetzen der Dosierung kann hier schneller zu Problemen führen, wie dies z. Bsp. bei Chlor der Fall ist.
Bei korrekter Anwendung gemäß den Dosierhinweisen auf der Verpackung steht allerdings dem Badespaß in quasi „natürlichem“ Wasser nichts im Wege.

Olaf Schwanke: Wann empfehlen Sie den Einsatz von chlorhaltigen Wasserpflegeprodukten gegenüber chlorfreier Wasserpflege?

Jürgen Koenig: Da jeder Pool und dessen Einsatz individuell ist empfehlen wir grundsätzlich, die chlorfreie Methode einfach für einige Zeit auszuprobieren. Unser chlorfreies Pflegeprodukt „Soft & Easy“ ist in einer Probiergröße verfügbar und ist mit Chlor kompatibel, d. h. es kann jederzeit eine Stoßchlorung durchgeführt werden, falls es Probleme bei der Wasseraufbereitung gibt. Eine permanente Umstellung auf Chlor ist ebenfalls ohne Probleme und sofort möglich. Dies trifft jedoch nicht auf das flüssige Pflegeprodukt „BayroSoft®“ zu, hier muss zunächst das noch im Wasser vorhandene Produkt abgebaut sein, bevor eine Stoßchlorung durchgeführt werden kann.
Die chlorfreie Wasserpflege könnte u. a. bei folgenden Gegebenheiten problematisch werden:
– Pools mit schlechter Wasserhydraulik, in dem sogenannte „Todzonen“ vorhanden sind und wo sich schnell Bakterien ansiedeln können, da sie nicht vom Desinfektionsmittel erreicht werden. Dies trifft meist auf Becken älterer Bauart zu
– Permanent hohe Wassertemperaturen über 32°, verbunden mit einer hohen Badebelastung
– Außenbecken, die durch die umgebende Flora (Pflanzensporen, Blätter etc.) besonders stark belastet sind.

Vielen Dank für den informativen Überblick über das Unternehmen Bayrol.

4 Gedanken zu “Interview mit Bayrol

  1. Interessant finde ich das Statement zur Chlor-Nutzung. Ich habe bei meinem Pool noch nie chlorfreies Pflegemittel verwendet und hatte bisher keine Probleme damit. Aus meinem Freundeskreis weiß ich allerdings, das man bei einer Chlorallergie gar keine andere Wahl hat. Ich denke mit Chlor ist es auf der sicheren Seite. Ohne Chlor nur bei Unverträglichkeit.

  2. Sehr geehrte Fr. Jensch,

    vielen Dank für Ihre Frage. Ich bin bei BAYROL für das Marketing und für die Produktneuentwicklung zuständig und zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung sind wir übergeordnet für den Markenauftritt verantwortlich und im speziellen für die Produktverpackungen, die ganzen Werbemittel, Messeauftritte, Händlerschulungen, Durchführung von Verkaufsaktionen, Erstellung der Verkaufsunterlagen (Katalog, Pflegebroschüre), den Internetauftritt und vieles mehr. Des weiteren ist meine Abteilung für die Produktneuentwicklung und den damit verbunden Launch zuständig, letztes Beispiel ist die neue Generation des PoolManager®, unserer automatischen Mess- und Regetechnik. Mehr Infos dazu gibt’s auf http://www.poolmanager.de.

    Viele Grüße, Jürgen König

  3. Kannte Bayrol bisher nur vom Hörensagen und bin SEHR beeindruckt, daß sich der Marketingleiter die Zeit für diesen Blog nimmt, alle Achtung! Bayrol scheint sich ja sehr um Kunden zu kümmern. Wie genau funktioniert das mit dem Poolmanager? Gibt es einen Händler in oder um Osnabrück herum?? Beste Grüße

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